Ab Januar treten auch in diesem Jahr wieder einige wichtige Änderungen in Kraft: Die Werbungskostenpauschale steigt, Pflegebedürftige erhalten mehr Geld und Banktransaktionen gehen schneller. Auch im Hinblick auf Versicherungen bringt 2012 zahlreiche Änderungen. Über die wichtigsten klären wir Sie im Folgenden auf.
Krankenversicherungen 2012
2012 wird ein wichtiges Jahr für Krankenversicherungen, denn nun muss die PKV beweisen, wie tragkräftig und zukunftsfähig sie tatsächlich ist. Die Kosten für Therapien und Medikamente werden auch in diesem Jahr weiter ansteigen. Bestes Beispiel dafür ist die Gebührenordnung für Zahnärzte, die seit Januar in überarbeiteter Form vorliegt – und in vielen Fällen zu Mehrkosten für Patienten führt.
Wer glaubt, das Problem betreffe lediglich PKV-Versicherte, sollte wissen, dass Mitglieder der GKV ab sofort deutlich höhere Zuzahlungen für Kronen, Brücken und Prothesen leisten müssen.
Neben den Behandlungskosten ändern sich aber auch die Beiträge zur Krankenversicherung. Während zumindest einige Krankenkassen 2012 auf einen Zusatzbeitrag verzichten können, müssen PKV-Versicherte häufig tiefer in die Tasche greifen.
Einige wenige private Krankenversicherungen haben ihre Beiträge drastisch angehoben – das jedoch dürfte nur ein Vorgeschmack auf den Dezember sein. Denn nämlich müssen sämtliche Versicherungen Unisex-Tarife eingeführt haben, was vor allem für männliche PKV-Versicherte erhebliche Beitragserhöhungen bedeuten dürfte.
Lebensversicherungen 2012
Eines der am meisten diskutierten Themen im Dezember 2011 waren die Änderungen, die 2012 die Kapitallebensversicherungen betreffen. Ab sofort erhöht sich das Renteneinstiegsalter von 60 auf 62 Jahre. Für Versicherte mit Lebenspolice bedeutet das, dass sie ihre Rente im Erlebensfall erst zwei Jahre später als zuvor ausgezahlt bekommen.
Andererseits erhöht sich damit auch die Zahl der Einzahlungen, was positiven Einfluss auf die Höhe der Rentenzahlung hat. Darüber hinaus sank der Garantiezins mit dem neuen Jahr von 2,25 auf 1,75 Prozent.
Vielen Versicherten stellt sich damit die Frage, ob sich eine Lebensversicherung noch lohnt – schließlich liegt die Verzinsung deutlich unter der aktuellen Inflationsrate. Beachten sollte man dabei jedoch, dass sich viele Lebensversicherungen dieses Problems bewusst sind und versuchen, z.B. mit einer Erhöhung der Überschussbeteiligung gegenzusteuern.
Wer sich jetzt für eine Lebensversicherung entscheidet, sollte daher genau durchrechnen, unter welchen Umständen sich eine Police lohnt.
Vorsorge 2012
Die meisten Änderungen bei den Versicherungen betreffen den Bereich der Vorsorge. Die Garantiezins-Senkung und der Einstieg in die Rente mit 76 gelten natürlich auch für private Rentenversicherungen, die betriebliche Altersvorsorge sowie Riester und Rürup Rente.
Darüber hinaus können Rürup-Sparer ihre Beiträge nun zu 74 Prozent steuerlich geltend machen. Riester-Sparer sind ab 2012 verpflichtet, mindestens 4 Prozent ihres Einkommens, mindestens jedoch 60 Euro pro Jahr einzuzahlen – auch indirekt Förderungsberechtigte wie Ehegatten von direkt Förderungsberechtigten.
Dafür ist es ab sofort möglich, noch ausstehende Beiträge nachträglich zu entrichten und sich auf diese Weise die volle Förderung für ein Jahr zu sichern.
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