Versicherungen, die kaum ein Arbeitnehmer benötigt
Viele Menschen sind nicht richtig versichert. Das ist jedoch bei der Menge der angebotenen Versicherungen nicht verwunderlich.
Wer weiß denn schon genau, ob er neben einer Berufsunfähigkeits-, einer Kranken- und einer privaten Haftpflichtversicherung nicht auch noch eine Krankentagegeld-, eine Unfall- oder Verkehrsrechtschutzversicherung brauchen könnte?
Doch Vorsicht: Verbraucherschützer haben festgestellt, dass die meisten Menschen „überversichert“ sind. Die Ursache ist meist ein übertriebenes Sicherheitsbedürfnis – und eine Unkenntnis darüber, welchen Schutz die einzelnen Versicherungen tatsächlich bieten.
So ist beispielweise eine private Arbeitslosenversicherung nicht zu empfehlen, da sie meist viel zu teuer ist und häufig nur ein Jahr lang ausgezahlt wird. Für etwa 12 Euro im Monat erhält man durchschnittlich 100 Euro, wenn man arbeitslos geworden ist.
In diesem Fall ist es wesentlich besser, wenn man von seinem Gehalt einen kleinen Teil beiseite legt und für den Notfall spart. Außerdem können sich dort meist nur Arbeitnehmer versichern, die ohnehin ein geringes Risiko tragen, arbeitslos zu werden. Solche Versicherungen profitieren meist von der Angst vieler Arbeitnehmer, ihren Job zu verlieren.
Auch von teuren und unflexiblen Ausbildungsversicherungen ist abzuraten. Bei den Ausbildungsversicherungen handelt es sich um einen Mix aus Versicherung und Geldanlage. Flexibler bleibt man, wenn Versicherung und Geldanlage getrennt werden. Und noch ein Tipp: Wer bereits eine Ausbildungsversicherung hat und kündigen möchte, ist oft besser damit beraten, die Versicherung einfach beitragsfrei zu stellen.
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