Der November ist in Deutschland berüchtigt für seine kühlen, grauen Tage – und die alljährliche Kfz-Wechselsaison.
Jedes Jahr im November spielen sich die gleichen Szenen ab: In allen Medien gleichzeitig werben die Autoversicherungen um die Gunst ihrer Kunden. Dabei scheuen sie auch vor Geschenken und Sonderrabatten nicht zurück. Was aber ist der Auslöser für ein solches Verhalten?
Grund für den Preiskampf der Assekuranzen ist der Wechseltermin, den jedes Jahr Tausende Versicherungskunden nutzen, um ihre Autoversicherung zu wechseln. Die Gründe für den Wechsel sind vielfältig: Die einen sind mit ihrer Versicherung generell unzufrieden, die anderen suchen nach einer Police, die dasselbe wie ihre alte Police zu einem günstigeren Preis bietet.
Warum ein Wechsel Ende November?
Das Wechseldatum 30. November ist seit vielen Jahren eine Konstante in der Kfz-Versicherung. Es ergibt sich aus den üblichen Versicherungsbedingungen: Die meisten Policen beginnen zum 01. Januar und laufen bis zum 31. Dezember. Leidglich Allianz und die Ergo Versicherungsgruppe bieten seit diesem Jahr flexible Laufzeiten. Kündigt man seinen Vertrag nicht, verlängert er sich automatisch um ein weiteres Jahr.
Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Möchte man seinen Vertrag zum Ende des Jahres fristgerecht kündigen, muss die Kündigung also spätestens zum 30. November – 1 Monat vor Vertragsende – erfolgen. Da die meisten Autoversicherungen ihre Verträge mit dieser Laufzeit ausstatten, ergibt es sich, dass zeitgleich Tausende von Autofahrern die Möglichkeit haben, ihre alte Police zu kündigen und sich einen neuen, günstigeren Tarif zu suchen. Die Versicherungen haben sich darauf eingestellt und unterbieten sich den ganzen November über mit ihren Tarifen.
Die richtige Kfz-Versicherung finden
Bevor dem alten Kfz-Versicherer gekündigt wird gilt es, einen geeigneten neuen Tarif zu finden. Schließlich darf keine Versicherungslücke entstehen, das würde die Zulassung kosten. Um die richtige Police zu finden, kommt man um einen Versicherungsvergleich nicht herum. Dabei spielt es durchaus eine Rolle, wie und wo man diesen Vergleich durchführt:
Eine Untersuchung von Ökotest hat jüngst ergeben, dass längst nicht alle Vergleichsrechner auch gute Ergebnisse liefern. Auch der Zeitpunkt des Versicherungsvergleichs ist wichtig: Die meisten Assekuranzen geben erst Anfang November ihre neuen Tarife bekannt – ein deutlich früherer Vergleich macht daher keinen Sinn.
Auf der Suche nach einem günstigen Tarif ist der alljährliche Test der Stiftung Warentest eine gute Hilfe: Er klärt prinzipiell über empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Assekuranzen auf. Ganz vorn in diesem Jahr sind beispielsweise Asstel und Direct Line.
So wechseln Sie richtig
Beim Versicherungswechsel kommt es darauf an, wann der bisherigen Versicherung die Kündigung zugeht. Spätestens zum 30. November muss sie bei der Versicherung eingehen, Kulanz gibt es im Regelfall nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, schickt seine Kündigung, die in jedem Fall schriftlich erfolgen muss, per Einschreiben – oder bringt sie gleich persönlich vorbei
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