Private RentenversicherungEin wichtiger Vorsorgebaustein
Das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung reicht schon heute in vielen Fällen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter dauerhaft zu gewährleisten.
Altersarmut ist längst kein Phänomen der sozialen Unterschicht mehr sondern wird aktuellen Studien zufolge in einigen Jahren auch weite Teile der Mittelschicht treffen. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig Altersvorsorge zu betreiben und u.a. mithilfe einer privaten Rentenversicherung einen ausreichenden Kapitalstock aufzubauen.
Formen der privaten Rentenversicherung
Im weiteren Sinne handelt es sich bei der privaten Rentenversicherung um Versicherungslösungen wie die Privatrente, die Riester-Rente oder die Rürup-Rente. Im engeren Sinne versteht man darunter eine Versicherungspolice, die klassischer Weise dazu dient, über einen längeren Zeitraum Zusatzkapital für den Ruhestand anzusparen.
Dieses Kapital wird ab dem Auszahlungsbeginn verrentet und lebenslang oder in Form einer Einmal-Leistung ausgezahlt. Aber die Anforderungen und Lebensumstände der Kunden haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Und so ist es heute auch möglich, eine private Rentenversicherung gegen Einmalbetrag oder eine Sofort-Rente abzuschließen.
Ansparform entscheidet über Rentenhöhe
Wie hoch die Rente oder Kapitalauszahlung ausfällt, hängt neben dem eingezahlten Kapital, der Ansparphase und dem Renteneintrittsalter auch maßgeblich von der gewählten Ansparform ab. In der klassischen Form investieren die Anbieter privater Rentenversicherungen Kundengelder in sichere Geldanlagen wie festverzinsliche Wertpapiere und Staatsanleihen. Ihren Kunden sichern sie dabei eine Mindestverzinsung zu.
Dieser Garantiezins allerdings ist infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise zuletzt auf magere 1,75 Prozent für Neuverträge gesunken – ein Wert deutlich unterhalb der Inflationsrate. Eine höhere Rendite lässt sich oftmals mit einer fondsgebundenen privaten Rentenversicherung erwirtschaften. Die im optimalen Fall deutlich höhere Rente gleicht das höhere Verlustrisiko dieser Anlage aus.
Für alle Ansparformen gilt: Überschussanteile, die die Rentenversicherungsanbieter in guten Geschäftsjahren auszahlen, erhöhen die Rente, können jedoch nicht garantiert werden. Je eher die Ansparphase beginnt, desto geringer fallen die regelmäßigen Belastungen aus, desto größer wird der Kapitalstock zur Verrentung – und damit die private Zusatzrente.
Steuervorteile in der Anspar- und Rentenphase nutzen
Die private Rentenversicherung wird in der Ansparphase im Gegensatz zu anderen Vorsorgeprodukten nicht direkt staatlich gefördert. Die Versicherten profitieren jedoch indirekt dadurch, dass auf die Sparerträge in der Ansparphase keine Steuern gezahlt werden müssen. Die Beiträge zur privaten Rentenversicherung können im Rahmen der Jahressteuererklärung als Vorsorgeaufwendung geltend gemacht werden, was insbesondere denen zugutekommt, die nicht sozialversicherungspflichtig sind.
In der Rentenphase profitieren die Versicherten am meisten, die ihre private Rentenversicherung vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen haben – sie erhalten ihre Auszahlung steuerfrei. Für alle Verträge, die ab dem Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt: Bei einer Einmalauszahlung müssen 50 Prozent der Erträge versteuert werden, bei der Auszahlung als Leibrente fallen je nach Renteneintrittsalter deutlich weniger Steuern an. Grundsätzlich können die Versicherten frei wählen, für welche Auszahlungsvariante sie sich entscheiden.
Weiterführende Informationen:
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Viele Informationen rund um die Rürup Rente
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