Versicherungen als GeldanlageGut versichert ist halb gespart
Versicherungen – eine Form der Geldanlage?
Die Tendenz ist deutlich: Mehr und mehr werden die sozialen Sicherungssysteme vom Staat abgebaut. Das prominenteste Beispiel hierfür ist die Rentenversicherung: „Die Renten sind sicher“, tönte Norbert Blüm, der damalige Bundesarbeitsminister, noch 1984.
Doch heute ist klar, dass niemand ohne eine private Altersvorsorge auskommen kann. In anderen Bereichen wie in der privaten Pflegeversicherung, in der die Arbeitslosenunterstützung oder beim Arbeitslosengeld sieht es nicht besser aus. Wer da keine böse Überraschung erleben will, sollte rechtzeitig vorsorgen und sich ein Vermögen aufbauen.
Die Frage ist nur: Wie kann ich mein Geld gewinnbringend und sicher anlegen? Möglichkeiten gibt es viele: Sparbücher, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Investment Fonds und Versicherungen sind zum Beispiel als Geldanlage denkbar.
Dabei sehen viele Verbraucher insbesondere bei den Versicherungen Vorteile. Gerade die Rendite der Lebens- und Rentenversicherungstarife steigen permanent. Bisweilen kann man sich nicht nur mit einer Versicherung gegen Risiken absichern, sondern auch noch ein Vermögen aufbauen. Ein weiteres Argument dafür, Versicherungen als Geldanlage zu nutzen, sind die steuerlichen Vorteile: Bei Versicherungen muss die neue Abgeltungssteuer nicht gezahlt werden, die normalerweise auf Gewinne aus Kapitalanlagen anfällt.
Eine Risikolebensversicherung als Geldanlage?
Mit einer Risikolebensversicherung wird dem Bezugsberechtigten die Versicherungssumme dann ausgezahlt, wenn der Versicherte verstirbt.
Risikolebensversicherungen gibt es in verschiedenen Formen: Entweder hat der Versicherte eine feste Versicherungssumme zu zahlen oder die zu zahlende Versicherungssumme wird im Laufe der Zeit geringer. Dann spricht man von einer sogenannten fallenden Versicherungssumme. Häufig sichern Banken mit einer solchen Versicherung ihre Kredite ab, die sie zum Beispiel zum Bau eines Hauses vergeben haben.
Wichtig ist eine Risikolebensversicherung vor allem für Alleinerziehende und junge Familien. Für den Fall, dass der Hauptverdiener verstirbt, ist so die Versorgung der Hinterbliebenen gewährleistet. Auch für Menschen, die ein hohes Darlehen aufgenommen haben, ist eine Risikolebensversicherung notwendig; ansonsten müssten die Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten die Schulden begleichen, sofern sie das Erbe nicht ausschlagen.
Für Menschen, die nach einer Geldanlage suchen, ist eine reine Risikolebensversicherung jedoch eher ungeeignet, da die Versicherungssumme nur im Todesfall ausgezahlt wird. Als Geldanlage verwendbar ist sie nur dann, wenn sie mit einem langfristigen Sparvertrag kombiniert wird. Diese Kombination aus Absicherung und Geldanlage nennt man Kapitallebensversicherung.
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