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Samstag, den 4. Februar 2012

Versicherungstipp 08 / 2009August 2009 - Krankenversicherung im Ausland

Viele Verbraucher verbringen zurzeit ihren wohlverdienten Sommerurlaub am Sandstrand unter Palmen oder beim Wandern in den Bergen, beim Segeln und Schwimmen, Sightseeing und Shopping in den verschiedensten Teilen der Welt.

Aber vorbei ist es mit der Urlaubsfreude, wenn plötzlich ein Unfall geschieht, ein Arzt benötigt wird oder eine Krankheit ausbricht. Dann ist guter medizinischer Rat teuer –
meist sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer im Urlaub heimatliche Gefilde verlässt sollte sich also vor Abflug oder Abfahrt über eine geeignete Reise-Krankenversicherung informieren.

Basis-Versicherungsschutz dank EHIC

Noch vor einigen Jahren bedeutete eine Auslandsreise den Gang zur Krankenversicherung: Auslandskrankenscheine mussten abgeholt werden, verbunden mit der Belehrung, dass der gesetzliche Krankenversicherungsschutz nicht überall gelte.

Heute sind Behandlungen zumindest bei Reisen ins EU-Ausland für gesetzlich Krankenversicherte deutlich einfacher: Sobald sie die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bei einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt im Ausland vorlegen, erhalten sie alle notwendigen Behandlungen.

Die EHIC gilt in allen EU-Staaten und darüber hinaus auch in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und in der Schweiz. Seit neuestem gilt die EHIC übrigens auch in Kroatien.

Die EHIC ist keine zusätzliche Krankenkarte: Stattdessen sind alle notwendigen Daten auf der Rückseite der herkömmlichen Krankenkarte aufgeführt. Lediglich ältere Versicherungskarten beinhalten noch keine EHIC-Karte. In diesem Fall kann die Auslands-Krankenkarte bei der Versicherung beantragt werden.

Der Nachteil, wenn man sich allein auf diesen Versicherungsschutz verlässt: Nicht in jedem Land erhält man die gleichen Versicherungsleistungen wie in Deutschland. In vielen Fällen müssen die Behandlungskosten sogar vor Ort bar bezahlt werden und ist ein Krankenrücktransport notwendig, bleiben die Versicherten auf diesen hohen Kosten sitzen – übrigens häufig auch privat Krankenversicherte, die sich darauf verlassen haben, dass ihr integrierter Auslands-Krankenschutz alle Kosten übernimmt.

Auslands-Krankenversicherung unverzichtbar

Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt vor Reiseantritt eine Auslands-Krankenversicherung ab. In der Regel übernimmt diese unbürokratisch alle notwendigen Kosten und kommt auch für Bergungs- und Transportkosten auf. Und das Beste:

Der Versicherungsschutz ist sehr günstig, bereits für unter zehn Euro können alle Risiken abgesichert werden. Wer häufiger reist, kann sogar eine Auslands-Krankenversicherung für gleich ein ganzes Jahr abschließen – für einen Bruchteil dessen, was eine Krankenversicherung in Deutschland kostet.

Sonderversicherungen für aktive Urlauber

Ist ein Aktivurlaub geplant lohnt es sich möglicher Weise, nach einer darauf abgestimmten Auslands-Krankenversicherung zu suchen. So bietet beispielsweise die Hanse Merkur erstmals eine Versicherung für Wander- und Fahrradtouristen an.

Das Angebot umfasst neben den Leistungen einer klassischen Auslands-Krankenversicherung auch Sonderleistungen wie etwa die Übernahme von Fahrrad-Reparaturkosten nach einem Unfall.

Weiterführende Informationen:

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