Welche Voraussetzungen gibt es für einen Wechsel in die PKV?
Ein Wechsel von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Privaten Krankenversicherung (PKV) hängt in erster Linie von der Versicherungspflicht ab.
Von der Versicherungspflicht befreit sind die meisten Freiberufler und Handwerker, aber auch Beamte und Beamtenanwärter sowie Soldaten. Sie können also wählen, ob sie sich in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse versichern wollen.
Der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen die meisten abhängig Beschäftigten, Arbeitslose, selbständig arbeitende Gärtner, Landwirte, Künstler und Publizisten.
Möchten pflichtversicherte Mitglieder der GKV in die PKV wechseln, müssen sie einige Voraussetzungen erfüllen. Insbesondere muss die Höhe ihres Einkommens über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegen.
Das bedeutet: Seit dem 01.01. 2009 muss das Einkommen mindestens 4.050 Euro pro Monat bzw. 48.600 Euro pro Jahr betragen. Dieses Einkommen muss mindestens drei Jahre nacheinander erzielt werden, damit im vierten Jahr aus der GKV in die PKV gewechselt werden kann.
Aber ein hohes Einkommen oder die Befreiung von der Versicherungspflicht reichen noch nicht aus, um in einen der begehrten PKV-Tarife zu wechseln. Vor jeder Aufnahme steht ein Gesundheitstest.
Dessen Ergebnis entscheidet über die Aufnahme eines Antragstellers und seine zukünftigen Konditionen. Wer hier schlecht abschneidet, zahlt entweder sehr hohe Beiträge oder wechselt in den relativ unattraktiven PKV-Basistarif.
