16.12.2009
AdmiralDirekt: Schutzbriefe untergejubelt
Der Kfz-Versicherer AdmiralDirekt hat seinen Kunden laut Stiftung Warentest bereits seit September ungefragt Schutzbriefe untergejubelt.
Bekannt wurde das Vorgehen der Assekuranz durch einen Fachanwalt, dem im Rahmen eines Falles eine interne Dienstanweisung in die Hände fiel. Inhalt: Der Manager der AdmiralDirect wies darin seine Mitarbeiter an, bei Kunden, die online abschließen, ungefragt und vorsätzlich auch einen Kfz-Schutzbrief zu buchen. Erwartet wurde dabei, dass 20 Prozent die Zusatzbuchung bemerken und reklamieren – und 80 Prozent der Neukunden den „Fehler“ entweder nicht bemerken oder nicht darauf reagieren. Darüber hinaus sollte das Beschwerdemanagement dafür sorgen, dass die Hälfte aller Kunden, die sich beschweren, den Schutzbrief dennoch behalten.
Nach Beginn der Finanztest-Recherche stellte die AdmiralDirect dieses Vorgehen offenbar ein und ruderte nun mit dem Versprechen zurück, Betroffenen den Schutzbrief kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer kürzlich bei der AdmiralDirect eine Police abgeschlossen hat, sollte die Unterlagen unbedingt prüfen und um Stornierung bzw. den versprochenen kostenlosen Schutzbrief bitten.

