15.02.2010
Berufsunfähigkeit: Noch immer falsche Erwartungen
Trotz Aufklärungskampagnen haben die Deutschen noch immer ein falsches Bild davon, was sie im Fall einer Berufsunfähigkeit erwartet.
Das brachte nun eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz ans Tageslicht. Während die meisten das Risiko einer Berufsunfähigkeit zu niedrig einschätzen, liegen die Erwartungen hinsichtlich der Versorgungshöhe im Erwerbsminderungsfall oftmals zu hoch.
So glauben beispielsweise 34 Prozent der Befragten, dass sie bei bleibenden Gesundheitsschäden durch einen Unfall, der sich in der Freizeit ereignet, in jedem Fall eine Leistung von der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten werden. Tatsächlich leistet sie jedoch nur bei Unfällen in Zusammenhang mit der Berufsausübung. Ebenso blauäugig: 81 Prozent der Befragten schätzen das Risiko eines Büroangestellten, berufsunfähig zu werden, als niedrig ein.
Tatsächlich stellen psychische Erkrankungen gefolgt von Krebs- und Herzleiden die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit dar – und die treffen Büroangestellte ebenso wie Handwerker. Zu optimistisch schätzen die meisten Befragten auch die Höhe einer möglichen Erwerbsminderungsrente ein. Eine private Absicherung ist vor allem für alle Jahrgänge nach 1961 unerlässlich.
