08.02.2010
Erneute Datenpanne bei AWD
Schon im letzten Herbst geriet der Finanzdienstleister AWD, der neben Anlageprodukten auch Versicherungslösungen vertreibt, in Negativ-Schlagzeilen.
NDR Info Reporter lagen damals 27.000 sensible Kundendaten aus dem Unternehmensbestand vor. Nun haben die Reporter Kenntnis von weiteren 12.000 Datensätzen erhalten. Dabei handelt es sich offenbar um persönliche Informationen aus Kundenverträgen, Kontoverbindungen und Informationen über ehemalige und aktive AWD-Mitarbeiter.
Auch Einzelheiten aus noch laufenden Versicherungsverträgen wie etwa die Höhe von Versicherungssummen in Lebensversicherungen sind offenbar unter diesen Informationen.
Der AWD versichert derzeit, es habe keinen weiteren Datenschutzverstoß gegeben. Bei den neu aufgetauchten Daten handele es sich vermutlich um alte Daten, die in Zusammenhang mit Provisionsabrechnungen an die Handelsvertreter ausgehändigt worden seien.
Die Echtheit der Daten zweifelt der AWD jedoch nicht an. Wie der NDR berichtet weist das Unternehmen darauf hin, dass die Daten mit krimineller Energie weitergegeben worden seien, was außerhalb des Einflussbereiches des AWD liege.
