28.08.2009
Gesetzliche Krankenkassen fordern Lebensmittelampel
In einem gestern veröffentlichten Brief an Politiker, die sich für Gesundheit, Ernährung, Verbraucherschutz und Europa verantwortlich zeigen, fordern die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die bereits lang diskutierte Lebensmittelampel.
Konkret fordert man, „die Nährwertkennzeichnung verarbeiteter Lebensmittel der Lebenswirklichkeit und den Informationsbedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher anzupassen“.
Ihre Forderung begründen die Krankenkassen damit, dass die bisherige tabellarische Übersicht von Nährwert-Informationen irreführend und nicht immer verständlich sei. Ziel müsse es sein, für jeden auf Anhieb verständlich gesunde und ungesunde Lebensmittel zu kennzeichnen. Auf diese Weise soll gesunde Ernährung gefördert werden.
Im Dezember 2009 wird sich die EU-Kommission in erster Lesung mit dem Thema befassen. Während auf eine Entscheidung der EU oder Bundesregierung gewartet wird, engagieren sich die Kassen in eigenen Gesundheits- und Aufklärungsprojekten.
Allen voran die AOK: Die im Mai 2007 gestartete Initiative „Gesunde Kinder – gesunde Zukunft“ beispielsweise wendet sich an Kindergartenkinder und bringt ihnen bei, wie wichtig gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung sind.
