18.01.2012
Mehr gute Tarife in der Rechtsschutzversicherung
Nicht nur Girokonten nahmen die Experten der Stiftung Warentest unter die Lupe, auch Rechtsschutzversicherungen wurden auf Herz und Nieren überprüft. Das Fazit ist erfreulich: Die Assekuranzen bieten wieder mehr gute Tarife. Stiftung Warentest weist jedoch darauf hin, dass selbst die beste Rechtsschutz-Police nicht in jedem Fall hilft.
Für die aktuelle Untersuchung hat die Stiftung Warentest 54 Kombipakete für den Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz plus den Baustein Mietrechtsschutz untersucht. Fast die Hälfte der Angebote schnitten dabei „Gut“ ab, darunter der DAS Premium Tarif, der Rundum Sorglos Tarif der HDI Direkt und der Rundum Sorglos Tarif der HDI-Gerling. Diese Premium-Tarife bieten zwar gute Leistungen, schlagen aber mit 342 bis 403 Euro pro Jahr zu Buche.
Die Stiftung Warentest weist explizit darauf hin, dass es einige Tarife gibt die nur wenig schlechter im Test abgeschnitten haben, aber mehr als 100 Euro billiger sind.
Rechtsschutz-Policen mit Selbstbehalt empfehlenswert
Konkret raten die Warentester dazu, das Verhältnis von Preis und Leistungen genau abzuwägen – eben weil die Auswahl an guten Tarifen groß ist. Eine weitere Empfehlung geht dahin, einen Selbstbehalt in Höhe von 150 Euro zu vereinbaren. Dabei müssen Versicherte zwar Anwaltskosten bis zu einer Höhe von 150 Euro selbst tragen – der Vertrag wird damit jedoch im Schnitt um rund 100 Euro pro Jahr günstiger.
Rechtsschutzversicherung bietet keinen Komplettschutz
Keine Rechtsschutzversicherung bietet wirklich einen Komplettschutz, selbst wenn der Name des Tarifs darauf schließen lässt. Die Tester empfehlen Verbrauchern, das Kleingedruckte genau zu lesen und sich über mögliche Leistungsausschlüsse im Klaren zu sein.
Von Leistungen ausgeschlossen sind z.B. häufig Rechtsstreitigkeiten rund um den Hausbau oder rechtliche Auseinandersetzungen, deren Ursprung auf eine Zeit vor dem Vertragsabschluss zu datieren ist.

