23.06.2010
Mittelmäßige Fonds bei fondsgebundenen Policen
Fondsgebundene Versicherungspolicen gelten als attraktiv, schließlich bringen Fondsinvestitionen in der Regel mehr Dividende als eine Anlage in Festgelder, auch für Versicherer. Die Fondsauswahl allerdings steht derzeit in der Kritik, wie FAZ.net heute berichtet: Mittelmäßige Fonds bescheren Kunden mittelmäßige Renditen.
In ihrem Bericht bezieht sich die FAZ auf eine Untersuchung des Analysehauses Feri, das herausfand, dass nur rund ein Viertel der Produkte die Ratingstufen A und B für überdurchschnittliche Leistungen erreichen. Lebensversicherer zum Beispiel wählen oftmals eher Fonds bekannter Gesellschaften aus – und lassen Fonds mit guter Performance, aber weniger großem Namen links liegen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Versicherer mit eigenem Kapitalanlagemanagement Produkte aus dem eigenen Haus bevorzugen, selbst wenn diese vergleichsweise schlecht abschneiden. ETFs sind trotz guter Renditeaussichten nur in geringem Maße unter den Investitionsprodukten vertreten.
Feri weist darauf hin, dass sowohl Versicherer als auch Versicherte ihre Hausaufgaben machen müssen: Statt sich nur auf die Assekuranzen zu verlassen sollten sich Versicherungskunden selbst ebenfalls mit den Fondsprodukten beschäftigen, in die sie investieren. Bei vielen Versicherern ist es möglich, mehrmals im Jahr kostenlos den Fonds zu wechseln.
