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Donnerstag, den 17. Mai 2012

19.01.2012

Neues Informationsblatt für Riester-Produkte

Zehn Jahre nach ihrer Einführung muss die Riester-Rente noch immer viel Kritik einstecken. Um endlich dem Vorwurf der mangelnden Transparenz etwas entgegen zu setzen, ist nun ein neues Informationsblatt vorgestellt worden.

Das verspricht mehr Transparenz und Information durch einen einheitlichen Standard. Aber wie aussagekräftig sind die Prognosen zur Rendite?

Seit Einführung der Riester und Rürup Rente sieht sich die gesetzlich geförderte Altersvorsorge großer Kritik ausgesetzt. Kein Wunder: Neuere Studien belegen, dass es die Produkte an Transparenz fehlen lassen, die Rendite liegt in vielen Fällen deutlich unter dem, was Sparer erwartet haben. Um mehr Transparenz zu schaffen, hat das Institut für Finanzdienstleistungen (iff) im Auftrag des Bundesfinanzminsteriums ein neues Informationsblatt erarbeitet.

Einheitlicher Standard erleichtert Vergleiche

Der neue Beipackzettel umfasst maximal zwei Seiten und soll produktübergreifend die Möglichkeit geben, sich über unterschiedliche Riester und Rürup-Produkte zu informieren. Neu daran ist: Die Infobroschüre zu den einzelnen Produkten ist einheitlich gestaltet und bietet so erstmal die Möglichkeit, Riester- und Rürup-Produkte schnell und einfach miteinander zu vergleichen.

Hilfreich dabei ist auch die Einteilung der Produkte in sechs Risikoklassen, die von „inflationsgeschützt“ bis „Spekulation“ reichen. Kritiker bemängeln jedoch, dass viele Riester-Sparer sich nicht darüber im Klaren sind, was diese Risikoklassen bedeuten bzw. wie viel Risiko sie persönlich bereit sind einzugehen. Eine persönliche Beratung ist also trotz neuem Informationsblatt sinnvoll.

Ab wann zahlt sich Riester aus?

Ein weiterer Kritikpunkt auch an den neuen Produktinformationen ist, dass das Thema Renditeprognosen damit nicht aus der Welt ist. Zwar verdeutlichen die Broschüren, mit welchen Renditen zu rechnen ist. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist jedoch darauf hin, dass dabei nur der Garantiezins berücksichtigt wird.

Tatsächlich, so der GDV, machen Überschussbeteiligungen jedoch einen Großteil der Rendite aus – die Renditeprognosen sind damit zwar konservativ, aber immer noch nicht sehr aussagekräftig.

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