30.10.2009
PKV begrüßt neue Gesundheitspolitik
Die Ideen zur Gesundheitspolitik der neuen Bundesregierung stoßen nicht alle auf Gegenliebe bei den Assekuranzen. Generell jedoch begrüßt man Medienberichten und PKV-Verbandschef Volker Leienbach zufolge die neue Richtung.
Abzusehen seien, so Leienbach, ein härterer Wettbewerb unter den Krankenkassen und mehr Freiheiten bei der Ausgestaltung der Verträge. Als positiv bewertet der PKV-Verbandschef drei Punkte. Zum einen begrüßt er die angedachten Veränderungen zur Drei-Jahres-Regelung: Bisher ist es so, dass Arbeitnehmer die versicherungspflichtgrenze dreimal hintereinander überschreiten müssen, um in die PKV wechseln zu können. Geplant ist nun, einen Wechsel ohne Fristenregelung möglich zu machen.
Ein weiterer Punkt ist die kapitalgedeckte Pflegeversicherung: Die bisherige umlagefinanzierte Lösung ist angesichts der demografischen und medizinischen Entwicklung nicht weiter tragbar. Eine Umstellung auf eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung muss in den nächsten Jahren erfolgen, um die immer weiter steigenden Kosten abfedern zu können.
Ein dritter Punkt sind die zahlreichen Zusatz-Tarife in den gesetzlichen Versicherungen: Sie werden einer Überprüfung standhalten müssen und werden ggfs. begrenzt werden. Der Verband der PKV befürwortet diesen Vorschlag: Diese Art von Tarifen seien in einer umlagefinanzierten Sozialversicherung untragbar und hätten den Charakter von Lockvogel-Angeboten.
